Internationaler Philatelistischer Arbeitskreis Heraldik e.V.

                             Mit Flaggen-, Münzen- und Siegelkunde

  • Über uns

"Was man im Schilde führt..."


Wir alle kennen diesen Ausspruch; aber wissen Sie auch, was er bedeutet? Wir wollten es jedenfalls genauer wissen und so gründeten am 22. Oktober 1994 in Cochem/Mosel sieben Philatelisten die Bundesarbeitsgemeinschaft "Internationaler Philatelistischer Arbeitskreis Heraldik", wie sich unsere Arbeitsgemeinschaft nennt.

 

Gegenwärtig ist unser Arbeitskreis auf neununddreißig Mitglieder aus acht europäischen Ländern angewachsen, die sich neben der Heraldik auch mit der Flaggen-, Münz- und Siegelkunde sowie dem philatelistischen Feld der Maximaphilie beschäftigen. "Bindeglied" zwischen den Vereinsmitgliedern ist die dreimal im Jahr erscheinende Vereinszeitung "Wappenkurier". Mitgliederversammlungen führen wir im Abstand von zwei Jahren - parallel zu einem philatelistischen Ereignis - durch.

 

Höhepunkt unserer bisherigen Arbeit war die Mitgliederversammlung 2002 in Bad Mondorf/Luxemburg am Rande der EXPHIMO 2002: An dieser internationalen Briefmarkenausstellung mit dem Thema "Heraldik" war der IPAH durch elf Aussteller mit dreizehn Sammlungen vertreten. Acht am Wettbewerb beteiligte Exponate errangen Auszeichnungen von Groß-Vermeil bis Bronze. Außerdem wurde dem IPAH das silberne Abzeichen der PHILCOLUX-Association Luxembourgeoise de Philatèlie Thèmatique- verliehen.

 

Nach dieser kurzen Vorstellung der Arge IPAH möchten wir mit Ihnen einen Rundgang durch die philatelistische Heraldik unternehmen.

! Wir suchen noch Mitglieder: Bitte werden Sie bei uns Mitglied !  

Warum engagieren Sie sich nicht auch in unserer Arbeitsgemeinschaft, wenn Sie sich für die Heraldik interessieren 

 

 

Von den Waffen zu den Wappen 

                                      

Die Verwandtschaft der beiden Worte "Waffen" und "Wappen" lässt sich nicht verleugnen - gehörten die Holzschilde anfangs zu den reinen Verteidigungswaffen, machte es sich dann im 12. Jahrhundert mit der Entwicklung der Waffentechnik der Kampfreiter (Ritter) mit ihren geschlossenen Helmen erforderlich, durch persönliche Zeichen kenntlich zu machen, wer sich denn in der Rüstung befand. Die Darstellung musste einfach sein, um sie auch aus großer Entfernung klar erkennen zu können.


Eine Wiederholung des Schildbildes können wir auch auf dem Schutztuch des Helmes, der Pferdedecke usw. erkennen. Wir finden diese Wiederholung auch in den später entstehenden Vollwappen, bei denen der Wappenschild mit Helm, Helmdecke und Helmzier, Rang- und Würdezeichen, Schildhaltern und Wappenmänteln oder -zelten sowie Wappensprüchen ergänzt werden kann.

 

Mit den Wappen entwickelte sich das Berufsbild des Herolds, der als Zeremonienmeister am Hof und bei Turnieren fungierte und dem die Überwachung des Wappenwesens und die Führung der Adelsmatrikel oblag; vom "Herold" abgeleitet werden Wappenwesen und Wappenkunst als "Heraldik" bezeichnet.


Was man im Wappen alles finden kann

 

Die anfänglich persönlichen Schildbilder der ritterlichen Waffenträger entwickelten sich bald zum Kennzeichen der Familie des Wappenträgers. Heute sind Wappen Symbol bzw. Hoheitszeichen ihres Trägers und beim Betrachten von so manchem Wappen haben wir sofort dessen Träger vor Augen.

 

Etwas "besiegeln" und "Flagge zeigen"

 

   

In engem Zusammenhang mit der Entwicklung der Wappen veränderte sich auch das Siegelwesen, die Sphragistik. Der bereits im Altertum zur Beglaubigung von Urkunden und Versiegelung von Schriftstücken in Wachs oder Blei verwendete Stempelabdruck war im Mittelalter besonders ausgebildet: Waren es anfangs figürliche Motive oder das Bild des Besitzers, kamen mit der Entstehung der Wappen auch diese als Siegelbilder hinzu; Siegel wurden in dieser Zeit von Adel und Geistlichkeit geführt, später auch durch Städte, Klöster, Universitäten und Behörden. So schreibt die Thüringer Kommunalordnung vor, dass die Gemeinden, die ein Wappen führen, diese auch in ihr Siegel übernehmen müssen und die 1994 wieder gegründete Universität Erfurt hat am 11.Oktober 2002 die ersten Abschlusszeugnisse als Bachelor mit dem nach altem Vorbild neu entworfenen Siegel der Universität "besiegelt".

 

 

 

   

Flaggen - die Flaggenkunde wird als "Vaxillologie" bezeichnet - waren bereits im Altertum gebräuchlich und sind sogar in der Bibel zu finden: "Alle Israeliten sollen bei ihren Feldzeichen lagern, jede Großfamilie mit einer eigenen Fahne". Mit der Entwicklung der Erbrechte des Adels im Mittelalter entstand eine Vielzahl von Standarten mit heraldischen und genealogischen Insignien. Mit der Herausbildung von Nationalflaggen und dem Niedergang des Feudalismus wurde die Nationalflagge zum wichtigsten Flaggentyp. Einer der Zusammenhänge zwischen Wappen und Flagge ist die Wiederkehr der gleichen Farben in beiden Bildern; häufig wird auch das Wappenbild in der Flagge gezeigt.

 

Abschließend möchte ich darauf verweisen, dass es noch eine ganze Reihe von Wissensgebieten gibt, die direkt oder indirekt mit der Heraldik in Verbindung stehen; das sind z.B. die Familienkunde (Genealogie), die Münzkunde (Numismatik), aber auch Geschichte, Volkskunde, Sagenwelt, Theologie, Botanik, Zoologie usw.

 

Im Jahr 2004 begehen wir unser 10-jähriges Bestehen und haben vorgesehen, dieses Jubiläum im Rahmen einer Mitgliederversammlung am Rande der THÜBRIA 2004 in Arnstadt zu begehen.

 

Unser Angebot

 

Was bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft "Internationaler Philatelistischer Arbeitskreis" ihren Mitgliedern für derzeit jährlich nur "zackige" 35.00 Euro für Erwachsene und 12,00 Euro für Jugendliche?

 

1. Kostenlose Lieferung unseres Mitteilungsblattes "Wappenkurier".

 

2. Regelmäßige Informationen über Literatur zur Heraldik.

 

3. Lieferung von Forschungsberichten und sonstigen Publikationen zu Sonderpreisen.

 

4. Regelmäßige Informationen über Neuheiten.

 

5. Unterstützung bei der Suche von Tauschpartnern.

 

6. Ständiger Erfahrungsaustausch für Anfänger und fortgeschrittene Sammler, die sich für die Heraldik    interessieren.

 

7. Hilfe beim Sammlungsaufbau.

 

8. Gedanken- und Informationsaustausch in einer Gemeinschaft engagierter Philatelisten.

 

9. Teilnahme an unserem Rundsendedienst.

 

10. Kostenlose Annoncen im "Wappenkurier".


11. Fachvorträge.

 

12. Ausstellerpaß über den VPhA.


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           aktualisiert: Sonntag 2013-06-16; 20:20:00